Die Geschichte der F4U Corsair: Vom Prototyp zum War-Bird

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Nun gibt es die legendäre F4U Corsair auch als RC-Modell von Arrows, erhältlich bei MIH-toys.

Dieses Modell bringt die beeindruckende Geschichte und das ikonische Design der F4U in die Hände von Flugzeugenthusiasten und Modellbauern. Entdecke die Faszination der F4U Corsair neu und erlebe Fluggeschichte hautnah – jetzt im kleinen Maßstab für Deine eigenen Abenteuer am Himmel.

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Die F4U Corsair, ein Symbol für technologische Innovation und militärische Überlegenheit, wurde 1938 als Prototyp entworfen. Die Vision hinter der F4U war klar: minimaler Luftwiderstand und maximale Geschwindigkeit. Um dies zu erreichen, wurde der stärkste verfügbare Motor – der 18-Zylinder-Doppelsternmotor Pratt & Whitney R-2800 mit einer Leistung von 1.342 kW (1.824 PS) – in den kleinstmöglichen Rumpf eingebaut. Ein vier Meter großer Propeller war notwendig, um die immense Leistung in Geschwindigkeit umzusetzen. Dies stellte eine Herausforderung für das Fahrwerk dar, weshalb Voughts Chefingenieur Rex B. Beisel den ikonischen invertierten Knickflügel entwarf, der der F4U ihr markantes Aussehen verlieh und den nötigen Bodenabstand ohne Verlängerung des Fahrwerks ermöglichte.

Im Juni 1938 wurde der erste Prototyp, als V-166B bezeichnet, bestellt und der Erstflug der XF4U-1 erfolgte am 29. Mai 1940. Beeindruckend war ihre Geschwindigkeit von 648 km/h (405 mph) im Oktober 1940. Die U.S. Navy bestellte Mitte 1941 mehrere hundert Maschinen, die einige Modifikationen erhielten, darunter selbstabdichtende Treibstofftanks und den leistungsstärkeren R-2800-8 Motor. Die erste Serienmaschine startete am 25. Juni 1942 und wurde einen Monat später ausgeliefert.

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Bei Trägererprobungen 1942 auf der USS Sangamon zeigten sich Mängel wie schwierige Landeeigenschaften und unzureichende Sicht nach vorn. Erst mit der verbesserten F4U-1A, die ab April 1943 ausgeliefert wurde, setzte die Navy die Corsair auf Flugzeugträgern ein. Diese neuen Modelle hatten ein angehobenes Cockpit und eine Rundumsichthaube. Die Corsair wurde bei Vought-Sikorsky in Stratford, ab 1948 auch bei Chance Vought Aircraft in Texas, sowie bei Brewster auf Long Island und Goodyear in Ohio gebaut.

Die ersten erfolgreichen Kampfeinsätze der Corsair erfolgten Anfang 1943 während der Schlacht um Guadalcanal durch Marineflieger-Geschwader des United States Marine Corps. Aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Beschleunigung war die Maschine bei den Piloten der Cactus Air Force beliebt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten auf Flugzeugträgern wurde die F4U ab Herbst 1943 bei der Royal Navy und ab Sommer 1944 bei der US Navy eingeführt. Die Maschine hatte den Spitznamen „Ensign Killer“ wegen ihrer anspruchsvollen Handhabung, aber erfahrene Piloten lobten ihre Gesamtleistung, die fast alle japanischen Jäger übertraf.

Im Pazifik schoss die F4U in Luftkämpfen 2.140 japanische Flugzeuge bei nur 189 eigenen Verlusten ab. Sie war auch als Jagdbomber gegen Bodenziele sehr erfolgreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Corsair weiterentwickelt und spielte eine bedeutende Rolle im Koreakrieg, wobei sie 82 % aller taktischen Unterstützungseinsätze der U.S. Navy und des Marine Corps übernahm.

Die französische Marineluftwaffe bestellte später 94 Maschinen des Typs F4U-7, die in Indochina, Algerien und der Suez-Krise eingesetzt wurden. Nach ihrer Ausmusterung in den USA und Frankreich fanden viele Corsairs bei kleineren Luftwaffen eine neue Heimat und wurden 1969 sogar im Fußballkrieg zwischen Honduras und El Salvador eingesetzt.